Wölfe

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Wölfe

UND IHRE LEBENSGEWOHNHEITEN

 

 

 
 
 
 
 
 
( Tier des Jahres 2003 ! )
 
 
 
 
Das Leben im Rudel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
W�lfe leben in einem komplexen Familienverband, in dem jedes Mitglied seine bestimmten Aufgaben hat und in dem es eine Hierarchie oder Rangfolge gibt. Verhaltensforscher haben den verschiedenen R�ngen einpr�gsame Namen gegeben. Der alte Begriff "Leitwolf" ist z.B. durch "Alphawolf"  ersetzt worden. Auch f�r die anderen R�nge wurden Bezeichnungen wie "Betawolf", "unterw�rfiger oder untergebener Wolf" usw. vergeben.
Es ist nun allerdings keineswegs so, dass alle Rudelmitglieder dem Alpha-Paar "sklavisch untergeben" sind. Jedes Rudelmitglied hat nat�rlich seinen eigenen Willen.Im gemeinsamen Spiel unter den Rudelmitgliedern erlaubten die Alpha-Tiere auch schon mal eine "Missachtung" der bestehenden Rangordnung und auch die j�ngeren Tiere d�rfen manchmal ein wenig "�ber die Strenge schlagen". F�r R�den und Weibchen existieren zwei getrennte Rangordnungen im Rudel. Normalerweise k�mpfen auch nur Weibchen mit Weibchen und R�den mit R�den um die Rangordnung miteinander.
 
 
 
Rudelstruktur
 
 
 
 
 
Die Anf�hrer eines Rudels sind das Alpha-M�nnchen und Alpha-Weibchen, die man an ihrem hochgestellten Schwanz erkennen kann. Als Eltern der meisten Angeh�rigen des Rudels �bernehmen sie  naturgem�� die F�hrung. Die Autorit�t wird fortw�hrend mit Erziehungsma�nahmen gegen�ber den Abk�mmlingen unterstrichen. Alpha-W�lfe sind normalerweise voll ausgewachsen und halten ihre F�hrungsposition bis zu acht Jahre. Das Alpha-M�nnchen zieht dem Rudel voraus und bestimmt die Marschrichtung. Das Alpha-Weibchen h�lt sich dabei in seiner N�he.
 
 
 
BILD: Der Wolf rechts, die Alphaw�lfin, zu erkennen am gestellten Schwanz und Ohren, und die Betaw�lfin, die Unterwerfung (eingeklemmer Schwanz, angelegte Ohren) zeigt.
 
 
Betaw�lfe; Ein Beta-M�nnchen zieht den Kopf und Schwanz in Anwesenheit eines Alpha-Wolfs ein, und demonstriert damit seine Unterwerfung. Beta-W�lfe sind sozusagen die "stellvertretenden Abteilungsleiter" im Rudel. Dem Alpha-P�rchen untergeben, aber noch �ber den anderen Rudelmitgliedern stehend.
 
Untergebene W�lfe; Normalerweise j�ngere W�lfe, manchmal aber auch ehemalige Alpha-W�lfe, die ihre F�hrungsposition verloren haben. Diese im Rang niedriger stehenden W�lfe spielen eine wichtige Rolle bei der Aufzucht und dem F�ttern der Welpen. Im Umfeld der H�hle sind sie von den wirklichen Eltern nur schwer zu unterscheiden. Die Anzahl der �berlebenden Welpen h�ngt oft allein von der zus�tzlichen F�rsorge der untergebenen W�lfe ab.
 
Omegawolf; Bei einem gr��eren Rudel wird oft ein Wolf untersten Ranges zur Zielscheibe der angestauten Aggressionen. Von Verhaltensforschern Omega-Wolf genannt, scheint dieser Wolf eine Art "S�ndenbockfunktion" einzunehmen. Manchmal wird er wie ein Auss�tziger behandelt. Dieses Verhalten dient auch der besseren regionalen Verteilung der W�lfe. H�ufig versucht der ausgesto�ene Wolf n�mlich, um der Misshandlung am unteren Ende der Rangordnung zu entgehen, ein neues Rudel zu gr�nden. Ein solcher S�ndenbock ist an dem glatt gelegten Fell, seinen angelegten Ohren, und dem tief zwischen den L�ufen eingezogenen Schwanz zu erkennen.
 
 
 
 
 
 

Kämpfe im Rudel

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Hin und wieder kann es auch zu K�mpfen um die Rangfolge im Rudel kommen. J�ngere Tiere versuchen, die bestehenden "Machtverh�ltnisse" zu ihren Gunsten zu ver�ndern. W�lfe versuchen, ernsthaften Bei�ereien aus dem Weg zu gehen und so spielen sich die Machtk�mpfe normalerweise durch Droh- und Unterlegenheitsgesten ab. H�ufig gibt das schw�chere Tier schon vor einem ernsthaften Kampf nach, legt sich auf den Boden und bietet dem Sieger die Kehle dar. Beim Sieger wirkt jetzt eine Aggressionshemmung. Mit der Unterwerfung des Verlierers ist der Machtkampf beendet. Manchmal kommt es aber doch zu ernsthaften Auseinandersetzungen und Bei�ereien zwischen den Rudelmitgliedern. Wenn beide Tiere nicht nachgeben wollen, kann es zu ernsthaften und blutigen K�mpfen kommen. Normalerweise merkt aber auch hier ein Tier rechtzeitig, wenn es unterlegen ist, und beschwichtigt denn den st�rkeren Gegner mit Unterw�rfigkeitsgesten. Zu K�mpfen mit t�dlichem Ausgang kommt es extrem selten.
 
 
 
 
 
Das Revier
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Wolfsrudel lebt in einem sogenannten Revier, das sehr verschieden gro� sein kann. In Amerika wurden Reviergr��en von 50 km2 bis 1.800 km2 gemessen (zum Vergleich: Kanton Wallis in der Schweiz: 5.224 km2). In den Abruzzen (Italien) haben die Wolfsrudel Reviere von 120 bis 200 km2, in Mercantour (Frankreich) solche von 200 km2. Die Gr��e eines Revieres ist variabel- es h�ngt vor allem von der Anzahl und Verhalten der Beutetiere ab. Ziehen die Beutetiere, z.B. Rentiere, umher, folgt ihnen das Rudel. 

Im Sommer verstreut sich das Rudel mehr als in den Wintermonaten. Im Winter ist die Nahrung knapp und die Beutetiere sind gro� und wehrhaft- die W�lfe sind auf sich angewiesen, allein im Rudel ist es m�glich die Beute zu jagen und zu rei�en.

Im Sommer hingegen ist das Wild zahlreich viele Beutetiere des Wolfes haben im Fr�hling Junge zur Welt gebracht, es herrscht also ein �berschuss an Wild. Die W�lfe verstreuen sich, um in kleineren Gruppen zu jagen. Einige W�lfe bleiben bei den Welpen, um diese zu beaufsichtigen. 

 

Ausgesto�ene oder Wandernde W�lfe leben in Gebieten zwischen den Revieren. 

Ein Rudel duldet in der Regel fremde W�lfe nicht in ihrem Revier. Der fremde Wolf wird sofort angegriffen, sobald er entdeckt wird. Wenn der fremde Wolf nicht die M�glichkeit zur Flucht hat, wird er wom�glich get�tet- und gefressen, je nach dem ob gerade die Nahrung knapp ist.

W�lfe markieren ihr Revier- besonders die ausgewachsenen R�den urinieren oder koten an markanten landschaftlichen Stellen und legen auf diese Weise eine Grenze fest. Auch das Heulen des Rudels dient dazu, fremden W�lfen klarzumachen, dass dieses Gebiet bereits beansprucht wird.

 
 
 
 
 
 
 
Jagdverhalten
 
 
 
 

Bevor W�lfe auf die Jagd gehen, stimmen sie meist ein Heulen an. Dieses Heulen hat zwei Funktionen in dieser Situation; Zum einen ist es ein Signal zur Jagd, alle Rudeltiere versammeln sich, zum anderen l�sst es die W�lfe angespannter werden, sie stellen ihre Streitigkeiten ein.

Sobald die Jungtiere alt und gro� genug sind um sich an der Jagd zu beteiligen, verl�sst das Rudel ihren festen Lagerplatz und streifen umher auf der Suche nach Beute. W�lfe sind regelrechte Nomaden, in ihrem Revier ziehen sie oft umher und sammeln sich nur selten an einem bestimmten Punkt (es sei denn, das Rudel hat Welpen).

W�lfe halten eine strenge Rangordnung ein, auch was das Fressen angeht. Die dominanten Tiere fressen zuerst, dann die Tiere, die in der Hierarchie an unterer Stelle stehen. W�hrend des Fressens kommt es mehr oder minder oft zu Rangeleien um das Futter, mit Drohgeb�rden werden diese Konflikte aber oft wieder abgeschw�cht oder gel�st.

BILD: Dominanter Wolf (links) droht einem rangniederen Wolf

Nach der Jagd, wenn alle W�lfe gefressen haben, ziehen sich die W�lfe in ein anderes Lager zur�ck, um dort zu ruhen. W�lfe k�nnen sich mehrere Tage lang von ihrer Beute ern�hren, sofern ihnen nicht andere Aasfresser zuvorkommen. 

W�lfe vergraben als "Konserve" allerdings auch einzelne Fleisch- und Beutest�cke, um es sp�ter, z.B. in Notzeiten in denen Nahrung knapp ist, wieder auszugraben und es dann zu fressen.

 
 
Als Rudeltier arbeiten W�lfe auf der Jagd im Team zusammen. Je     nach Gel�nde und Beuteart verwenden sie verschiedene              Jagdtaktiken. Wenn gen�gend Deckungsm�glichkeiten vorhanden sind, versuchen sie ihre Beute einzukreisen, um sie dann gemeinsam anzugreifen oder sich gegenseitig zuzutreiben. Aus Tierherden suchen sie sich meist alte, schwache oder verletzte Tiere aus und versuchen sie von der Herde zu trennen. Einzelne W�lfe "testen" nahezu einzelne Beutetiere, starten Scheinangriffe, um herauszufinden, welches Tier am ehesten zu erjagen ist.

                      BILD: Wolf pr�ft Beute, hier ein Bison

In deckungsarmen Gebieten f�hrt meist nur die Hetzjagd zum Erfolg. Ein von der Herde abgetrenntes Tier wird vom gesamten Rudel verfolgt. H�ufig wechseln sich die W�lfe an der Spitze ab, so dass sich das bisherige "Leittier" ein wenig erholen kann. Im tiefen Schnee hat diese Taktik einen weiteren Vorteil. Der vordere Wolf spielt sozusagen den "Schneepflug" und macht den Weg f�r das nachfolgende Rudel frei. Besonders hier muss der zuvorderst laufende Wolf �fters von einem Kollegen abgel�st werden, da das Laufen im Tiefschnee sehr kr�ftezehrend ist.

Je nach Verteidigungstaktik der Beute und der Topographie des Jagdgebietes wird der Angriff abgestimmt. Fl�chtendem Wild wird kurz und schnell nachgesetzt. Dabei kommt es h�ufig zur Arbeitsteilung im Rudel. W�hrend einige das Wild treiben, lauern andere im Hinterhalt. Ist die Beute dann ersch�pft, haben die im Hinterhalt lauernden W�lfe oft leichtes Spiel mit dem Opfer.
Sehr gro�e Beutetiere, wie Elche oder Bisons werden oft auch tagelang belauert. Die Rudelmitglieder l�sen sich dann im "Wachdienst" und in der "Freiwache", also dem Schlaf, ab. Das Beutetier bekommt �berhaupt keinen Schlaf und ersch�pft immer mehr.
 
Wenn die Beute ersch�pft und/oder erreicht ist, versuchen die W�lfe, besonders bei gro�en Tieren, das Opfer erst einmal zu verletzen, um es weiter zu schw�chen. Ein eingekreistes Tier wird h�ufig von allen Seiten gleichzeitig attackiert. H�ufige Angriffspunkte sind die Beine, um die Sehnen zu zerrei�en, die Kehle und der Hals, die Bauchunterseite, um die Bauchdecke aufzurei�en und oft wird versucht, das gestellte Opfer am empfindlichen �ser (Schnauze, Kopfansatz) zu packen und durch Drehen und Zerren zu Boden zu ringen.
 
 Die Beute kann sich immer nur nach einer Seite zur Wehr setzen und w�hrend einige Rudelmitglieder das Tier ablenken, versuchen die anderen es zu packen und zu Fall zu bringen. Liegt die Beute erst einmal am Boden, wird sie festgehalten und zerrissen. Dies kann mehrere Minuten dauern und wirkt auf den ersten Blick brutal, doch ist auch zu bedenken, dass sich auf jeder "Gro�wildjagd" auch die W�lfe in gro�e Gefahr begeben. Ein durch Huftritte schwer verletzter Wolf mit eventuell sogar gebrochenen Knochen ist verloren.
 
Eine weitere Jagdstrategie, die nicht nur die W�lfe nutzen, sondern wohl auch die Steinzeitmenschen schon genutzt haben, ist die Langzeitjagd. Diese Jagdtaktik bew�hrt sich gegen Wiederk�uer, wie zum Beispiel Hirsche. Ein Hirsch ist schnell und kr�ftig, aber sein Ern�hrungssystem und sein komplizierter Verdauungsapparat hat einen (f�r ihn als gejagtes Beutetier) gravierenden Nachteil: Er muss seine pflanzliche Nahrung in bestimmten Zeitabst�nden wieder hochw�rgen und erneut mit dem Gebiss zerkleinern. Dieses Wiederk�uen kann nur in Ruheposition durchgef�hrt werden, also im Liegen oder Stehen.
 
 Wird ein Hirsch nun �ber Stunden oder gar Tage durch eine ruhige, aber lang andauernde Jagd (der Hirsch wird nicht gehetzt, sonder nur am Ruhen und Wiederk�uen gehindert) daran gehindert, wird das nur teilweise zerkleinerte Gr�nfutter bald zu Koliken und damit zu Schmerzen f�hren. Das geschw�chte Tier kann sich dann kaum noch verteidigen und wird zur leichten Beute.
 
 
Bild: Auf dem Sprung- Wolf jagt Maus
 
Trotz aller Jagdtaktiken und Bem�hungen der W�lfe- ein Wolfsrudel ist mit diesen Strategien nicht immer sehr erfolgreich: Nur etwa 10 Prozent der Jagdversuche auf Gro�wild f�hren zum Erfolg. In h�rteren Zeiten oder wenn das Jagdgl�ck auf Gro�wild ganz ausbleibt, m�ssen sich die W�lfe mit Kaninchen, Hasen, V�geln oder gar M�usen begn�gen.
 
 
 
 
 
Tarnung?
 
 
 
 
 

 

 

 

 

Weshalb sich W�lfe ( und Hunde) in �belriechenden Dingen (Kot, Aas) w�lzen, ist noch ungekl�rt. Es wird vermutet, dass der Geruch die eigene Witterung "�bert�nchen" soll und auf diese Weise eine Tarnfunktion bei der Jagd erf�llt.

Es k�nnte auch dazu dienen l�stige Zecken oder andere �u�ere Parasiten abzuhalten.

 

 
 
 
 
 
D A S   H E U L E N
 
 
 

 

W�lfe heulen bei verschiedenen Gelegenheiten, jedes Tier mit seiner ganz individuellen "Stimme".
W�lfe heulen auch um ihr Revier gegen andere W�lfe zu behaupten oder  um Rudelmitglieder zusammenzuhalten. Das Heulen ist eine Art Zusammengeh�rigkeits- Gef�hl. Es symbolisiert im Rudel "Hallo, hier sind wir" oder " Wir geh�ren zusammen".
So bekommt z.B. ein aus dem Rudel ausgesto�ener, einsamer Wolf, wenn er heult von anderen Rudeln keine Antwort. Das Heulen h�rt sich bei einsamen W�lfen wehleidig an. Das Ausgesto�en sein ist f�r ein Rudeltier wie den Wolf sehr schwer. Als Rudelmitglied geboren, ist das Tier nun allein gelassen.
 
Bild: Der heulende Wolf

W�lfe dr�cken sich stimmlich durch eine breitgef�cherte Auswahl an Heul-, Schrei- Quiek-, Knurr-, Zirp- und Bellger�uschen aus. Sie heulen aus vielen Gr�nden, einschlie�lich der folgenden: 
 
 
- um andere Mitglieder des Rudels oder einem anderen Rudel anzuzeigen, wo sie sind, oder um ein zerstreutes Rudel wieder zusammenzubringen. 

 

- um einen Paarungspartner anzulocken. 
             - um das Rudel anzuheizen, bevor es zur Jagd loszieht
- um Wild aufzuschrecken und es dazu zu bringen, aus seinem Versteck zu kommen. 
- wenn sie gest�rt werden, aber nicht genug alarmiert sind, davonzurennen. 
- nach dem Aufwachen.

   - nach intensivem Spielen oder anderen sozialen Interaktionen. 
- um die Anwesenheit eines Eindringlings anzuzeigen. 
- bei Stress. alleingelassene Welpen heulen oft aus Verzweiflung.

 

Es ist wahrscheinlich, dass W�lfe auch nur zum Spa� heulen. Viele Beobachter haben bemerkt, dass sie selten auf einem Ton bleiben, sondern eher ihre Stimmlage �ndern, um fast harmonische Effekte zu erzielen. Unter idealen Wetterkonditionen ist das Heulen bis zu 15 km weit h�rbar.  
Entgegen dem weitverbreiteten Glauben heulen W�lfe nicht "den Mond an". Viele Studien belegen, dass die Mondphasen keine Rolle spielen, was die H�ufigkeit des Heulens angeht. W�lfe k�nnen liegend, stehend, sitzend und in jeder anderen Position heulen.
 
 
 
 
 
 
F O R T P F L A N Z U N G
 
 
 
 
 
 
Die Paarung findet in den Wintermonaten statt, meist Ende Januar, in n�rdlicher gelegenen Regionen (z.B. in der Arktis) erst im April.
W�hrend der Paarungszeit (auch Ranzzeit genannt), wenden sich Alphawolf und Alphaw�lfin besonders einander zu. Sie tauschen Z�rtlichkeiten aus, z.B. indem sie ihre Vorderpfoten auf die Schultern des Partners legen oder nah beieinander schlafen. Der Alphawolf h�lt sich besonders  oft in der N�he der Alpha-W�lfin auf, weicht kaum von ihrer Seite.
In der Paarungszeit herrscht eine gro�e Unruhe im Rudel, die sich allerdings schnell wieder legt, wenn die Paarungszeit, nach ca. zwei Wochen, vor�ber ist.
In dieser Zeit wird kaum gejagt, alles dreht sich um die Paarung.
In einem Wolfsrudel sind nur die Alphaw�lfe zur Paarung berechtig.
Die Alphaw�lfin duldet unter normalen Umst�nden w�hrend der Ranzzeit keine weiteren geschlechtsreifen Weibchen im Rudel, j�ngere Weibchen werden von der Alphaw�lfin vertrieben. 
Sollte sich eine andere W�lfin doch einmal ungest�rt mit einem R�den paaren k�nnen, wird diese W�lfin von der Alphaw�lfin attackiert, sodass es bei der rangniederen W�lfin zu einer Fehlgeburt kommt- tritt dies nicht ein, t�tet die Alphaw�lfin die Welpen der rangniederen F�he, um das �berleben des eigenen Wurfes zu sichern.
 
 
 
 
BILD: Der Wolf reitet auf die W�lfin auf
 
 Dies ist notwendig, da es ein Rudel sehr viel Energie kostet, Welpen aufzuziehen, es muss mehr Futter f�r die Welpen erjagt werden und selbst bei nur einem Wurf �berleben nicht alle Welpen, bei
zwei W�rfen ist die Wahrscheinlichkeit des �berlebens noch geringer. 
Es ist allerdings immer noch nicht genau gekl�rt, ob sich wirklich nur das Alphapaar vermehren darf, oder ob auch andere W�lfinnen Welpen werfen.
Oft zieht sich das Alphapaar einige Tage zur�ck, um sich ungest�rt zu paaren. Dennoch versuchen immer wieder j�ngere, rangniedere R�den die Paarung zu st�ren oder selbst zum Zug zu kommen. 
Der Alphawolf schreckt etwaige Rivalen mit entsprechenden Drohgeb�rden ab.
Bei der Paarung reitet der Alphawolf auf die Alphaw�lfin auf, dabei verdickt sich der Penis des R�den derart, dass sich die Partner f�r einige Zeit, ca. 15- 20 Minuten, nicht voneinander trennen k�nnen. 

Der Paarungsvorgang wiederholt sich mehrmals am Tag, der Alphar�de weicht in den n�chsten 8- 14 Tagen nicht von der Seite der Alphaw�lfin. 

Die rangniederen R�den geben nicht auf und versuchen sich immer wieder dem Alphaweibchen zu n�hren. Sollte der Alphawolf einmal unachtsam sein, versucht sofort ein rangniederer R�de sich mit dem Alphaweibchen zu paaren.

Die Alphaw�lfin l�sst ihn manchmal gew�hren, doch oft verjagt sie ihn nun.

Die Paarungszeit neigt sich ihrem Ende zu, da die Alphaw�lfin tr�chtig ist, im Rudel kehrt wieder Ruhe und Geselligkeit ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BILD:  Das "H�ngen" dauert ca. 15- 20 Minuten, beide Hinterteile h�ngen aneinander, das Paar ist aber f�hig zu fl�chten, z.B. bei Gefahr.

 

 

 

 

 
 
 

                           

 

 

 

 

A U F Z U C H T   D E R   W E L P E N
 
 
 
 

 

Die Tragzeit einer W�lfin dauert etwa 63 Tage, von der Paarung bis zur Geburt. 
Die W�lfin bringt ihren Nachwuchs meist in einer H�hle zur Welt, die sie selber gegraben hat oder die von anderen Tieren verlassen wurde, z.B. von Fuchs oder Dachs. Die H�hle wird �ber oft �ber mehrere Jahre benutzt, wenn sch der Standort bew�hrt hat.
Eine W�lfin ist sehr w�hlerisch, was die Wahl der "Kinderstube" angeht. Oft gr�bt sie mehrere H�hlen, um bei Gefahr die Welpen sicher umzulagern.
Gew�hnlich befindet sich die H�hle auf einer Anh�he, um das Gebiet besser zu �berblicken k�nnen, in der N�he einer Wasserquelle, da sich die W�lfin �u�erst ungern nach der Geburt weit von der H�hle entfernt. Die H�hle ist zudem vor Einsicht und Wassereinbruch gesch�tzt.
Der Eingang ist r�hrenf�rmig und eng mit einer L�nge von ca. 1- 6 Meter. Die Eingangsr�hre m�ndet in einer Art Kessel, die eigentliche H�hle.
 
 
BILD: Eine W�lfin mit ihrem Wurf
 
Bis kurz vor der Geburt sieht man der W�lfin nicht an, das sie tr�chtig ist. Einige Tage vor der Geburt rei�t sie sich das Fell um die Zitzen herum aus, damit die Welpen leichter an ihr Ges�uge herankommen. Das Ausrei�en ist f�r die W�lfin kaum schmerzhaft, da sie ohnehin das dichte Winterfell verliert.
 
Die Welpen werden in Europa und Asien im Mai,  in polaren Gebieten im Juli (aufgrund des sp�teren Fr�hlingsbeginnes), geboren. 
Ein Wurf (Bezeichnung f�r alle gleichzeitig geborenen Welpen), umfasst zwischen drei und zehn Welpen. 
Diese Zahl variiert je nach geographischer Breite und Landschaft. Im Durchschnitt wirft eine W�lfin etwa vier bis sieben Welpen.
Die Welpensterblichkeit ist relativ hoch, oft verenden die Tiere an Unterern�hrung oder Parasitenbefall im K�rperinneren.  
 
"Spulw�rmer sind praktisch der innere Gegner von Wolfswelpen und m�ssen bek�mpft werden. Erfolgt dies nicht, stirbt ein Teil der Welpen"
 
Zitat aus: Wolf unter W�lfen von Werner Freund, Seite 98
 
Stirbt ein Welpe, gr�bt die W�lfin ein tiefes Loch, wirft das Junge hinein und scharrt Erde in das Loch.
 
Wie bei allen S�ugetieren setzt die Geburt mit Wehen ein, kaum erkennbare Kr�mpfe, die sich wellenartig �ber den K�rper ziehen. Die W�lfin zieht sich dann in die H�hle zur�ckbei der Geburt, will sie ungest�rt sein. 
 
 
 
 
Die Welpen
 
 
 

Wolfswelpen sind bei ihrer Geburt blind und taub, da die kleinen Ohren noch �ber die Geh�rg�nge geklappt sind. Die Welpen haben kurze Beine, ein stumpfes Gesicht, kurze, d�nne Schw�nze und kleine, nach vorne fallende Ohren. Der Geruchssinn ist bereits entwickelt und so k�nnen sie die milchspendenden Zitzen der Mutter finden. Das Fell ist kurz und feinwollig, meist schieferblau. Zu diesen Zeitpunkt m�ssen die Welpen noch von der Mutter gew�rmt werden, da sie noch nicht in der Lage sind ihre K�rpertemperatur selbst zu regeln. Zun�chst sind ihre Augen blau, ver�ndern aber sp�ter ihre Farbe und werden meist gelb, grau oder braun.

Die Welpen wiegen bei ihrer Geburt wenige hundert Gramm meist zwischen 300- und 500 Gramm.

 

BILD: Welpen am Ausgang der H�hle

 

Die Mutter durchbei�t die Nabelschnur jedes Welpen kurz nach der Geburt, leckt sie sauber und trocken.

Ist dies geschehen, kriechen die Welpen zu den Zitzen der W�lfin und saugen dort ihre erste Milch. Sie orientieren sich nach dem Geruch, da ihr Geruchssinn schon voll entwickelt ist.

Die Nachgeburt, die sehr n�hrstoffreich ist, wird von der W�lfin gefressen.

 

In den folgenden drei Tagen verl�sst die W�lfin nicht die Welpen, sie s�ubert die Welpen immer wieder und hilft ihnen an die Zitzen zu kommen.

Die Mutter verl�sst in der nachfolgenden Zeit kaum die H�hle, nur um zu fressen, zu trinken oder um sich zu entleeren.

Auch l�sst sie keinen anderen Wolf, auch nicht den Vater, an die H�hle kommen. Obwohl das Rudel neugierig ist, zeigt sie durch Knurren und Drohen dem Rudel deutlich, dass die Welpenpflege noch ihre Aufgabe ist. Ist die W�lfin in der H�hle, sitzt der Alphawolf in der N�he des Baus und h�lt dort Wache. N�hert sich ein Mitglied des Rudels, so wird es durch Knurren und eine drohende K�rperhaltung von dem Bau verjagt. Diese Zeichen werden von den rangniederen W�lfen stets befolgt.

 

 

 

Entwicklung der Welpen

 

 

 

Die Entwicklung der Welpen wird von der Geburt bis zum ausgewachsenen Wolf in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Folgende sind :

  • Die infantile Periode (lat. infantil = kindlich). Sie reicht von der Geburt bis zu einem Altern von ca. zwei Wochen. Nach ca. 14 Tagen �ffnen sich die Augenlider, die Welpen k�nnen zwischen hell und dunkel unterscheiden, aber noch keine Farben oder Bewegungen erkennen, etwa gleichzeitig strecken sich die Ohren und die Welpen beginnen nun Ger�usche zu registrieren. Ihre Aktivit�ten bestehen haupts�chlich aus Trinken und Schlafen. Die Mutter verl�sst jetzt immer h�ufiger die H�hle und ruht sich im Freien aus.

  •  An der Jagd beteiligt sie sich noch nicht, das Rudel versorgt sie mit, da die W�lfin nach der Geburt besonders viel Nahrung ben�tigt.

BILD : Welpen k�nnen schon ab einem Alter von wenigen Wochen heulen, allerdings klingt es anf�nglich eher nach einem Wimmern als nach einem Heulen, schon bald erreichen sie aber ihre volle Stimmkraft.

  • Die dritte Woche wird als �bergangsperiode bezeichnet, in dieser Zeit werden die Welpen recht lebhaft. Erste kleine Z�hne brechen durch und Seh- und H�rsinn sind schon sehr weit ausgebildet. Die Welpen k�nnen laufen, knurren und beginnen untereinander zu spielen und zu rangeln.

  • Im Alter von drei bis vier Wochen beginnt die Sozialisationsphase. In diesem Alter erforschen sie den Tunnel bis zum Eingang und treten mit dem Rudel in Kontakt.  Die Welpen spielen vor dem Bau und erkunden neugierig ihre Umgebung. Die Welpen werden nun vom gesamten Rudel umsorgt. Sie richten sich nun auf die Hinterbeine um an den Zitzen der Mutter zu trinken, erhalten aber schon erstes vorverdautes Fleisch, das die �lteren W�lfe hervorw�rgen. Die Mutter beteiligt sich wieder an der Jagd, ein bis zwei W�lfe, meist Jungw�lfe, die im Jahr zuvor geboren wurden, beaufsichtigen die Welpen in dieser Zeit.

  • Ab der sechsten Lebenswoche k�nnen die Welpen das Fleisch selbst�ndig das Fleisch vom Knochen trennen.

  • In ihrer achten Lebenswoche werden die Welpen langsam entw�hnt, jetzt bekommen sie allm�hlich schon kleinere Beutest�cke gebracht, oder die erwachsenen W�lfe w�rgen vorverdautes Fleisch hoch. Die Welpen wiegen nun etwa sieben Kilogramm, ein erster Haarwechsel findet statt, ihr  Milchgebiss ist voll entwickelt, die Eckz�hne sind verh�ltnism��ig lang und vorne nadelspitz, die Schneidez�hne ebenfalls scharf.

  • BILD : Im Alter von drei bis vier Wochen werden die Welpen von ihrer Mutter im Stehen ges�ugt (hier Polarw�lfe)

  • Die Welpen halten sich nun kaum noch in der H�hle auf, sie werden an einen Platz, der von B�schen und B�umen umgeben und nahe einer Wasserstelle ist, den sogenannten "Welpenhort" gebracht. Dort werden sie von allen W�lfen beaufsichtigt, w�hrend sie herumstreunen, spielen, die eigene "Rangordnung" unter sich ausk�mpfen und das Verhalten der erwachsenen Tiere nachahmen.

  • Die Sozialisationsphase endet mit einem alter von sechs Monaten, jetzt treten sie in die juvenile Phase ein (lat. juvenil = jugendlich). Die Welpen sind zu Jungw�lfen herangewachsen und �hneln nun erwachsenen W�lfen, sie m�ssen nun mit dem Rudel mitlaufen, begleiten das Rudel als "Zuschauer" auf der Jagd (da die Beutetiere des Wolfes sehr wehrhaft sind und die Jungw�lfe gravierende Fehler begehen k�nnten). Die Jungw�lfe lernen nun, wie man sich im Rudel verh�lt.

  • Ab dem Alter von ca. zehn Monaten unternehmen die Jungw�lfe erste eigene Jagdversuche

  • Im Alter von zw�lf Monaten ist das Wachstum der Jungw�lfe abgeschlossen

  • Im Alter von zwei bis drei Jahren werden die Jungw�lfe geschlechtsreif und treten  in die adulte Periode ein (adult = erwachsen). Meistens verlassen sie in diesem Alter das Rudel.

 

 

 

Welpenentwicklung in Bildern

 

 

 

 

 

 

Drei Wochen alt

 

 

 

 

 

 

 

 

               Fünf Wochen alt                                                              

 

                                                

 

 

 

 

 

 

 

Sechs Wochen alte Welpen

 

 

 

 

 

 

 

 

 Sieben Wochen alt

 

 

 

 

 

 

Acht Wochen alte Welpen

 

 

 

 

 

 

    Neun Wochen alt

 

 

 

 

 

 

Zehn Wochen alt

 

 

 

 

 

Elf Wochen alt

 

 

 

 

 

 

 

15 Wochen alt

 

 

 

 

Fünf Monate alte Welpen

 


 

 

 

 

 

Sieben Monate alte Jungwölfe

 

 

 

 

 

 

 

 

Erziehung der Welpen

 

 

 

 

 

 

Junge Welpen genie�en eine Art "Narrenfreiheit" im Rudel. 

Die Erwachsenen lassen die Welpen ohne weiteres in ihre Schw�nze bei�en, ihr Fell zausen oder auf ihnen herumkrabbeln. Aber schnell werden die Welpen gr��er und aufdringlicher und die Geduld der Erwachsenen erreicht bald Grenzen. Der erwachsene Wolf knurrt- der Welpe l�sst sich davon aber oft nicht irritieren und neckt den Erwachsenen weiter.

 

BILD: "über die Schnauze beißen"

 

 Ist das Ma� voll, steht der erwachsene Wolf auf und geht. Aber umso �lter die Welpen, umso mehr wehrt sich der Erwachsene. Wenn die Drohung mit Z�hneblecken und Knurren nicht hilft, bei�t der Erwachsene Wolf dem jungen Wolf �ber die Schnauze. Der Welpe schreit, aber eher vor Schreck als vor Schmerz, denn die �lteren W�lfe haben eine "Bei�hemmung" gegen�ber Welpen. Diese bewirkt, dass nicht zu fest zugebissen wird und es zu nicht Verletzungen kommt. Der junge Wolf kommt deshalb unverletzt davon, aber mit einer Lehre. Er wei� jetzt, wie weit er gehen kann. 

Nun haben die Altw�lfe eine Methode um die Jungw�lfe zu bremsen und zu disziplinieren, wenn n�tig. Dies ist z.B. n�tzlich, wenn die Welpen sp�ter ,aus der Neugierde heraus, unbedingt den Altw�lfen auf die Jagd folgen wollen. Da die noch unerfahrenen Welpen die Jagd st�ren oder behindern k�nnten, wird ihnen von den Altw�lfen �ber die Schnauze gebissen.

Das sogenannte "�ber die Schnauze bei�en" ist ein Erziehungsmittel zur Disziplinierung der �berm�tigen Jungw�lfe.

 

 

 

 

Fütterung der Welpen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Welpen Hunger haben, dann betteln sie bei den �lteren Tieren um Nahrung. Dieses st�ndige Betteln ist es schlie�lich, das die erwachsenen Tiere zur Jagd treibt.

 

 

BILD: Welpen beim Betteln um Futter

 

 

 Die Aufsicht �ber die Welpen �bernehmen in der Zwischenzeit die Jungw�lfe, die im Jahr zuvor geboren wurden.
Da die Welpen noch nicht in der Lage sind, zu einem erlegten Beutetier zu gelangen, tragen die �lteren W�lfe Nahrung, die sie aus bis zu 20 km Entfernung vom Bau heranschaffen, in ihrem Maul zum Bau oder w�rgen dort zuvor Verschlucktes wieder hervor. In Zeiten, in denen das Futterangebot niedrig ist, greifen die W�lfe auf verstecke Nahrung zur�ck, die meist gleich nach dem Erlegen des Beutetieres vergraben wurde. So ist eine kontinuierliche Versorgung der Jungen m�glich. Die Herausgabe der  Nahrung geschieht allerdings nicht ganz freiwillig. Die Welpen m�ssen durch Unterw�rfigkeitsgesten um die Nahrung betteln.
Sie springen an den gr��eren W�lfen hoch und versuchen sie am Mundwinkel zu lecken. Dieses Betteln ist ein erbitterter Konkurrenzkampf, bei dem jedes der Welpen versucht, m�glichst nahe an die Schnauze des erwachsenen Tieres zu kommen. Das ist nicht etwa Schikane, sondern durch dieses Verhalten wird die Bindung an das Rudel und die Eltern gest�rkt.

 

 

 

 

 

 Es f�hrt aber auch zu einer starken Auslese unter den Welpen. Denn schw�chere oder besinnlichere Welpen, die zu lange �berlegen, werden von den anderen abgedr�ngt und kommen nur selten zu Futter und so kann es sein, "dass es W�rfe gibt, in denen die starken Welpen doppelt so viel wiegen wie die schwachen."

         Der erste Sommer der Welpen ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn bis zum Herbst m�ssen sie, besonders in n�rdlichen Regionen, stark genug sein um den Winter, wenn die Beute knapper wird, zu �berleben.
Bereits in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt zeigt sich, wie stark der Drang nach einer Rangordnung im Erbmaterial der W�lfe enthalten ist. So dr�ngen st�rkere Welpen schw�chere Geschwister beim S�ugen r�cksichtslos von der Mutter ab und demonstrieren so ihre St�rke, erh�hen aber auch ihre �berlebenschancen.

 

 

 

 

 

 

Die Beutejagd lernen

 

 

 

 

Gro�e Teile des Verhaltens eines Wolfes sind angeboren. In den Spielen der Jungw�lfe sind bereits die Grundz�ge der Jagd vorhanden, wie sie sp�ter von ihnen praktiziert werden. Die W�lfe brauchen ihre angeborenen F�higkeiten nur noch zu verfeinern und nur ein kleiner Teil muss noch erlernt werden, um zu erfolgreichen J�gern zu werden. Dieses Verfeinern geschieht meist durch Lernen von �lteren oder geschickteren Artgenossen oder durch Ausprobieren in ihren Spielen. Sie schleichen sich an Artgenossen heran und fallen �ber diese her, wie sie es auch sp�ter bei der Jagd machen. Da viele Beutetiere der W�lfe �u�erst wehrhaft sind, werden die Jungw�lfe bei den gemeinsamen Jagden nur als Beobachter mitgenommen. Es wurde aber auch in einem Freigehege bei Merzig (Saarland) beobachtet, wie Jungw�lfe gemeinsame Jagd auf M�use machten, die sich in ihren L�chern versteckt hatten. W�hrend einige die L�cher aufgruben, warteten andere an anderen L�chern darauf, die fliehenden M�use zu fangen.

 

 

 

 

 

Körpersprache

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild : Spielende Wölfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

W�lfe wie Hunde haben eine ausgepr�gte K�rpersprache, um ihre Stimmung auszudr�cken. 

W�lfe nutzen zur Verst�ndigung zwar auch Winsel- und Knurrlaute, doch das Wesentliche wird durch die K�rpersprache �bermittelt. 

Dazu werden der Schwanz, Gesichtsmimik, Stellung der Ohren und des Felles und die K�rperhaltung benutzt. 

Wenn ein Wolf z.B. anderen W�lfen imponieren will, stellt er den Schwanz selbstbewusst in die H�he.  Die Schwanzhaltung zeigt auch die Rangordnung im Rudel an. Um so h�her der Schwanz getragen wird, desto rangh�her ist der jeweilige Wolf. 

 

 

 

 

 

 

 Bild : Aktive Unterwerfung- Unterlegene W�lfe gr��en unterw�rfig den Alphawolf (in der Mitte des Bildes ) indem sie ihn

an der Schnauze lecken.

 

 

 

 

Bei der K�rpersprache hat die Haltung und die Bewegung jedes K�rperteils eine bestimmte Bedeutung; Nach vorne gerichtete Ohren bedeuten aufmerksame Selbstsicherheit, nach hinten gelegte Ohren bedeuten Unsicherheit. Wenn die Ohrmuschel dann auch ganz nach unten gezogen wir, wird Unterw�rfigkeit ausgedr�ckt.  W�lfe regeln Machtk�mpfe meist friedlich mit Hilfe der K�rpersprache und Drohgeb�rden. Nur selten kommt es zu ernsthaften K�mpfen.

 

 

 

Bild : Die Ohren sind nach vorne gestellt, der Schwanz nicht zwischen die Hinterbeine geklemmt sondern in einer geraden Linie gestellt- dieser Wolf steht kurz vor einem Angriff.

 

 

Bild : Dieser Wolf zeigt sich defensiv- Seine Ohren sind zur�ckgelegt (Angst, Unterwerfung).

 

 

Bild : Der linke Wolf zeigt sich unterw�rfig (zur�ckgelegte Ohren, geschlossenes Maul, geduckte K�rperhaltung) gegen�ber dem dominanten (Schwanz und Ohren gestellt, aufrechte K�rperhaltung) rechten Wolf.

 

 

Bild : Ein h�her gestellter Wolf dominiert einen unterlegen Wolf, indem er ihn zu Boden dr�ckt.

Dieses Verhalten kann auch von spielerischer Natur sein.

 

 

 

 

Bild : Diese Haltung dr�ckt die Bereitschaft zum Spielen aus- die Ohre sind aufmerksam aufgerichtet, der Schwanz wedelt.

 

 

Bild : Dieser Wolf ist �ngstlich und fl�chtet- zu erkennen an den angelegten Ohren und dem eingeklemmten Schwanz.

 

Bild : Dieser Wolf l�uft im Spiel- seine Ohren sind aufrecht und er "l�chelt".

 

 

 

 

 

 

 

Die Gem�tszust�nde, die ein Wolf durch K�rpersprache ausdr�cken kann, sind Misstrauen, Drohen, Angst und Unterw�rfigkeit. Die Drohgeb�rden unterscheiden sich erheblich von den freundlichen Gesten. Das drohende Tier - ob Hund oder Wolf - r�mpft die Nase, �ffnet das Maul, bleckt die Z�hne und richtet die Ohren voll auf. Dies wird mit einem Knurren und Fauchen unterstrichen. Der bedrohte und ver�ngstigte Hund oder Wolf setzt dagegen ein grundverschiedenes Gesicht auf. Das Maul bleibt geschlossen, er legt die Ohren an und heult. Ein sehr h�ufiger Gesichtsausdruck des Alphawolfs ist der Starrblick. Der Starrblick dient dem Alphawolf zur Kontrolle der unteren R�nge. Ein Alphawolf braucht einen Wolf unteren Ranges blo� mahnend anstarren; der andere Wolf wird sich sogleich geduckt davonschleichen.

 

 

 

 

 

 

 

 Bild : Dominanter Wolf (links)  und rangniedere Wolf (rechts; geduckte K�rperhaltung, Schwanz eingeklemmt)

 

 

 

Wolf und Hund kommunizieren auch durch bestimmte K�rper- und Schwanzstellungen. Ein drohender Wolf zum Beispiel knurrt nicht nur und bleckt seine Z�hne. Er versteift auch seine Schultern, stellt seinen Schwanz hoch und bl�ht sich regelrecht auf um gr��er zu wirken. Umgekehrt verzieht der bedrohte Wolf sein Maul zu einem defensiven Grinsen, duckt sich, zieht seinen Schwanz ein und kauert sich auf dem Boden, um kleiner zu erscheinen.

 

 

 

 

Bild : Defensives Grinsen (Ohren angelegt, eingezogener Schwanz, geduckte K�rperhaltung)

 

 

 

 

Schlußworte

 

 

 

 

Das Wissen um die Lebensgewohnheiten der W�lfe, ist mir sehr behilflich bei meinem Hund und seiner Erziehung.Dadurch bin ich in der Lage, seine Verhaltensweisen besser zu verstehen.Ihm Grenzen zu setzen und zu erziehen,ohne seine eigene Pers�hnlichkeit, die Ihn ja ausmacht, zu zerst�ren.

Mein Wunsch ist, das mein Hund sich frei entwickeln und entfalten kann, obwohl er sich meinen Lebensgewohnheiten anpassen mu�.

Er dankt es mir mit Treue und Liebensw�rdigkeit.

 

Dominik

 

 

Die Bilder habe ich im Netz gefunden,sollte auf einer dieser Bilder ein Copyright bestehen,dann bitte ich,mich per Mail zu benachrichtigen. 

 

   Dominik     

 



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